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Das Eco-Haus in Schweden ist ein innovatives Konzept, das Luxus und Nachhaltigkeit vereint. Es ist autark, mit Solarzellen, einem eigenen Brunnen und einem Abwasserkreislaufsystem. Die Pflanzen im Glashaus sorgen für ein angenehmes Klima. Die Erfinder, Anders und Niklas, möchten ihre Idee verbreiten und planen, Eco-Häuser als Fertighäuser anzubieten. Ihr Ziel ist es, nachhaltiges Wohnen für normale Familien erschwinglich zu machen.
Es ist der Prototyp für eine neue Art des Bauens. 120 Quadratmeter Luxus, ein Gemüsegarten mit mediterranem Klima und das mitten in den Wäldern Schwedens. Strom- und Gasrechnungen gibt es hier garantiert nicht. Aber wie wird geheizt? Wo kommt der Strom her? Und wie lädt es sich in einem autarken Glashaus? Wir treffen die beiden Erfinder, Ingenieur Anders Solbam und Architekt Niklas Dahlström. Wir treffen Anders in einem zweiten Glashaus. Hier wohnt er mit seiner Frau Rosmarie und dem ältesten Sohn. Ihr Haus war die Grundlage für die Eco-Haus-Idee. Anders erzählt uns, wie alles anfing. Das ist eines der ersten Naturhäuser in Schweden. Wir wohnen in einem Holzhaus, in einem Gewächshaus. Wir brauchten ein Haus für die Familie, also baute ich eine Holzhütte.
Weil ihn das schwedische Wetter immer wieder aufhält, sucht er nach einer Überdachung für seine Baustelle und stösst durch Zufall auf das Naturhaus-Konzept. Das Glashaus bietet ihm nicht nur Schutz beim Bauen, es schafft ein mediterranes Klima. Wir wohnen hier jetzt 16, 17 Jahre. Ich liebe das Haus. Es ist gemütlich, aber man hat trotzdem Platz drumherum. Du kannst rausgehen und fühlst dich wie im Dschungel oder Garten. Du bist drinnen, aber irgendwie auch draußen. Nicht nur das macht das Haus außergewöhnlich. Anders zeigt uns, was mit dem Abwasser der Familie passiert. Das hier ist die Endstation unserer Wasseraufbereitungsanlage. Es wird durch verschiedene Blumenbeete gefiltert und endet dann hier. Das Abwasser landet also direkt in den Blumenbeeten. Erde und Wurzeln nehmen die Nährstoffe auf und reinigen es.
Was übrig bleibt, läuft am Ende des Kreislaufes wieder raus. Wenn wir es brauchen, bekommen wir hier auch Wasser für die restlichen Pflanzen im Haus. Nur die jüngsten Pflanzen muss Andersnuss selbst gießen. Alle wichtigen Prozesse laufen unterirdisch ab. Es riecht nicht übel oder so, dem, das man nicht sieht. Das Abwasser selbst aufzubereiten, ist für Anders ein ganz natürlicher Prozess. Wir betrachten Dinge als Abfall. Aber in der Natur gibt es so etwas nicht, denn alles wird an einer anderen Stelle des Kreislaufes wieder benötigt. Für uns ist Abwasser deshalb eher eine Ressource. Für die Familie hat das Leben im Einklang mit Pflanzen und Natur alles verändert. Es ist wirklich ein Geschenk.
Mittlerweile würde es mir sehr schwer fallen, in einem normalen Haus zu wohnen, weil ich mich an dieses luxuriöse Gefühl gewöhnt habe. Das würde mir wirklich fehlen. Dieses Lebensgefühl auch anderen zu ermöglichen, hat der Ingenieur zu seiner Aufgabe gemacht. Wegbegleiter ist Architekt Niklas. Seit zehn Jahren beraten sie Eco-Haus-Projekte. Die Luxusvilla Atri ist ihr erstes eigenes Projekt. Solche Häuser wollen sie zukünftig als Fertighaus anbieten. Wir haben entschieden, dass wir Häuser für normale Menschen machen wollen, auf eine Art. Also nach einem Baukastenprinzip. Um das einfacher wird, sie zu bauen. Wir wollen die nächste Generation, normale Familien mit Kindern ansprechen und die Häuser erschwinglicher machen. Nach dem Frühstück geht es für uns in die Luxusvilla Atri. Sie steht mitten im Wald mit Blick auf den größten See Schwedens.
Interessierte können das Haus online mieten und sich einen Eindruck vom Eco-Haus-Konzept machen. Willkommen in Atri. Das Haus ist komplett autark. Mehr als 13 kW Solarzellen sind direkt im Glasdach integriert. Das Haus hat einen eigenen Brunnen, einen Holzofen für die kalte Jahreszeit und ein Abwasserkreislaufsystem. Wenn die Sonne mal nicht scheint, hilft ein Notstromgenerator. Das Gebäckshaus hat eine Grundfläche von 250 Quadratmetern. Die Hälfte davon sind Wohnraum. Unter dem Dach befindet sich eine großzügige Terrasse. Das Herzstück ist der Gemüsegarten. Die Pflanzen blühen in diesen Glashäusern und dem Klima richtig auf. Man könnte sagen, Menschen brauchen dieselben Bedingungen wie Tomaten. So um die 25 Grad bei 50-60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Mitte Oktober über 25 Grad nur durch die Sonne. Wie hält man es hier im Sommer aus? Pflanzen regulieren das Klima.
Jeder weiß, wie angenehm es ist, durch den Wald zu laufen, wenn es sehr warm ist, weil man dort Schatten findet. Außerdem geben die Pflanzen Wasser an die Luft ab. Das wirkt wie eine Klimaanlage. Bis die Pflanzen hier groß genug sind, um Schatten zu spenden, hilft der frische Wind von aus. Die Holzwände sorgen nicht nur für eine gemütliche Atmosphäre, sondern sind auch noch nachhaltig. Es war für uns ganz natürlich, Holz zu benutzen. Es ist eine römische Tradition und eine lokale Ressource, die viel CO2 bindet. Der Kamin sorgt für Warmwasser und bietet eine Kochgelegenheit, wenn die Sonnenenergie nicht ausreicht. Weil wir hier übernachten, gibt es von Anders ein paar Tipps. Im Eco-Haus ist nichts dem Zufall überlassen. Eine Toilette mit Bidet soll Klopapier vermeiden.
Natürliches Duschgel soll dafür sorgen, dass keine Chemikalien ins Abwasser gelangen. Das könnte der Pflanzenerde schaden. Und auf lange Sicht auch der Gesundheit der Gäste. Wir sollten so etwas aber ohnehin nicht benutzen. Bei Kaffee und Zimtschnecken erzählen Anders und Niklas von ihrem neuesten Projekt, eine ganze Siedlung in Kanada. Menschen aus aller Welt interessieren sich für das, was wir machen. Ich würde uns nicht Pioniere nennen, wenn es darum geht, nachhaltige Häuser zu bauen. Aber was wir anders machen, ist, dass unsere Häuser tatsächlich etwas produzieren. Das Haus nimmt nicht einfach nur Material. Auf dem Land gibt es Platz für Häuser dieser Art. Doch auch im städtischen Raum könnten Menschen von Eco-Häusern profitieren. In unserer Beraterfunktion arbeiten wir auch in anderen Bereichen.
Das Gebäude auch als Produzenten zu betrachten, könnte auch für Schulen, Kirchen oder Krankenhäuser genutzt werden. Atri kostet ca. 800. 000 Euro. Für schwedische Verhältnisse deutlich teurer als ein normales Haus dieser Größe. Das ist ein normaler Prozess. Man fängt mit exklusiveren Häusern an, um die Technologie zu entwickeln. Dann kann man skalieren und günstiger werden. Durch wegfallende Rechnungen machen sich die Mehlkosten für Adri nach 20 bis 25 Jahren bezahlt. Wir wollen diese Payback-Zeit so gut wir können reduzieren. Dann fängt das Haus an, mehr Wert zu liefern als ein normales Haus. Es ist sehr langlebig und versorgt dich für lange Zeit. Es ist, als ob man in einem eigenen Ökosystem lebt. Viele Kreditgeber und Investoren sind noch skeptisch. Zwei weitere Ferienhäuser sollen helfen, die Idee zu verbreiten.
Anders und Niklas haben ihre Vision ganz klar vor Augen. Als ich anfing, wollte ich den Fussabdruck meiner Familie reduzieren. Und es ist großartig. Wenn wir das weitergeben können, ist es ein Weg, gleichzeitig Freude zu verbreiten und etwas Gutes zu tun. Ich denke, es ist ein sehr spannender Ansatz, als Architekt und als Mensch, umgeben von Natur zu leben und trotzdem einen gewissen Luxus zu haben. Ob man im Eco-Haus wirklich auf nichts verzichten muss, wird unser Team heute Nacht herausfinden. Also Niklas und Anna sind jetzt nach Hause gefahren und wir sind komplett auf uns allein gestellt hier in dem autarken Glashaus. Wir haben zwar da vorne auch einen Elektroherd, wir wollen aber versuchen, hier mit dem super stylischen Holzofen zu kochen. Aber erstmal würde ich sagen, ernten wir noch ein bisschen Gemüse.
Also nach einer Nacht im Eco-Haus kann ich sagen, dass es vor allem richtig gemütlich war. Hier draußen im Glashaus wurde es zwar irgendwann richtig frisch, aber drinnen am Feuer war es super angenehm. Und vor allem ist es irgendwie abgefahren zu wissen, dass wenn man duscht oder abwäscht, man eigentlich gerade die Pflanzen gießt und man auf nichts verzichten muss. Man hat einen Herd, einen Backofen und sogar eine Spülmaschine. Und trotzdem hat man ein anderes Bewusstsein dafür, wie viel Energie und wie viel Wasser man gerade verbraucht. Und das ist irgendwie eine super spannende Erfahrung. Das einzigartige Öko-Haus als Ferienhaus zu vermieten, bietet Gästen die Möglichkeit, das Konzept kennenzulernen. Und die Erfinder können so ihre Idee verbreiten. Es ist ein weiterer Schritt auf ihrem Weg, das außergewöhnliche Wohnkonzept zu normalisieren. .
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